Glenveagh Nationalpark

Der Park wurde 1986 gegründet und ist der jüngste Nationalpark Irlands. Er umschließt ein Gebiet von 10.000 Hektar mit einer phantastischen Moor-, Seen und Gebirgslandschaft. Der Park wird diagonal von dem Tal  Glenveagh durchschnitten, das ihm seinen Namen gab. Um den Lough Veagh erheben sich  in einem langgestreckten Gletschertal die Hänge der Derryveagh Mountains.

Das Zentrum des Nationalparks bildet der Lough Beagh, ein fjordähnlicher See. Aber auch der Errigal Mountain, mit 752 m höchster Berg Donegals, liegt in diesem Nationalpark.
Der Nationalpark entstand aus einer Schenkung von Henry P. McIlhenny, der das Gelände mit dem darauf befindlichen Schloß im Jahre 1933 von dem Unternehmer John George Adair kaufte.

Adair hatte das Land Mitte des 19. Jahrhunderts durch Spekulationen in seinen Besitz gebracht und die in diesem Tal beheimateten Bauern und Hirten systematisch von Ihrem Land vertrieben und ihre Häuser abgerissen.
Das Besucherzentrum am Eingang des Parks paßt sich hervorragend in die Landschaft ein. Es gleicht drei Erdhügeln, die mit Gras bewachsen sind.

Ca. 3 km vom Besucherzentrum entfernt liegt Glenveagh Castle, das in einem 1/2 stündigen Spazierweg erreicht werden kann. Für fußmüde Besucher gibt es einen Shuttle-Bus.
1857-59 kaufte John Adair mehrere kleine Besitztümer auf und vereinigte sie zum Besitz von Glenveagh. Um 1870 baute er Glenveagh Castle im Stil des Historismus aus grauem Granit und stattete es mit viktorianischem Mobiliar aus.
Mit der Anlage des prachtvollen Gartens begann Adairs Witwe Ende des 19. Jahrhunderts.
Der spätere, aus Philadelphia stammende Besitzer Henry McIlhenny erweiterte den Park. Haus und Gärten sind Teil des Nationalparks. Die Anlage steht in einem reizvollen Kontrast zu der rauhen und wilden Bergwelt ringsum.
In der Parkanlage kann man seltene und zarte Pflanzen bestaunen, wie den "Pseudopanax crassifolium" aus Neuseeland und den purpurrot blühenden "Metrosideros lucida".
Eine Augenweide ist der italienische Garten im August, wenn die unzähligen Lilien ihre größte Pracht entfalten und die japanische Goldregenlilie blüht.

Der im Mai und Juni so farbenprächtig blühende Rhododendron ist auch eine importierte Pflanze, die den einheimischen Eichenwald aber förmlich zu ersticken droht. Die rasante Verbreitung der Rhododendren in Irland ist zu einem echten Problem geworden.